Törtchen/ Weihnachten

Lotus Törtchen

🍁 Der Herbst ist da 🍁

Für mich kein Grund die Ohren hängen zu lassen, denn ich liebe diese Jahreszeit! Jetzt beginnt die gemütliche Zeit in der man guten Gewissens auf der Couch lümmeln kann und das „Mahnmal des ungejäteten Gartens“ nicht anschauen muss 😅. Der Herbst ist die Zeit der warmen Gewürze, der Nüsse und der heißen Schokolade – zumindest was das Backen angeht.

Ihr seht’s schon an den Fotos, durch die dunklen Regentage in der vergangenen Woche war ich schon ein bisschen im Autumn Mood Modus und der passt gut zu meiner heutigen herbstlichen Rezeptkreation.
Dem Namen nach könnte man glauben, die Lotus Törtchen bzw. Schnittchen wären fernöstlich oder blumig. Nein, sie haben ihren Namen von der Lotus Biscoff Karamellcreme. Die kennt ihr nicht? Dann kennt ihr doch bestimmt diese leckeren Karamellkekse, die man in zahlreichen Cafés zum Cappuccino serviert bekommt, oder? Genauso schmeckt diese Creme bzw. dieser Aufstrich (manche beschmieren sich nämlich damit ihr Brötchen), die ich hier in den Törtchen zu Mousse verarbeitet habe.
(Dies ist übrigens Werbung ohne Auftrag oder sonstwas. 😉 Vielleicht gibts diese Creme auch von anderen Firmen. Ich kenne nur diese. )

In dieser besagten leckeren Lotus Karamellmousse tummeln sich fruchtige Kügelchen aus Beerenpüree, die dem Törtchen Frische verleihen. Die Silikonform für die Minikügelchen war übrigens letzte Woche bereits bei den Amarenakirschkernen des Chérie Törtchens im Einsatz. Der Boden des Törtchens schmeckt nussig fein durch durch Pekancrumble und -biskuit, sowie der feinen Nougatcreme. Die Schokoladenglasur gibt dem Ganzen noch den Glanz und rundet den Geschmack schokoladig ab. Zu guter letzt ist das Dekor ist herrlich unkompliziert, denn mehr braucht es nicht, finde ich.

Und findet ihr nicht auch, dass die Törtchen durchaus auch auf der weihnachtlichen Kaffeetafel eine gute Figur machen würden? Wer möchte könnte dafür dann noch einen Hauch Zimt ergänzen. 🎄

Lotus Törtchen

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Verwendete Formen: Eckiger Tortenring 18 x 18 cm*, Silikonform Truffles 5*

Ergibt 12 Törtchen, ca. 4 x 6 cm

Fruchteinlage

Die Wahl der Beerenfrüchte für die Einlage kann individuell erfolgen.

  • 125 g rote Johannisbeerpüree
  • 55 g Erdbeerpüree
  • 50 g Zucker
  • Mark 1 Vanilleschote
  • 10 g Honig (ich: Lavendelhonig)
  • 3 g Pektin NH*
  • 1 ½ Bl. Gelatine

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Das Beerenpüree mit der Hälfte des Zuckers, der Vanille und dem Honig in einem Topf auf 40 Grad erwärmen. Die andere Hälfte des Zuckers mit dem Pektin NH vermischen und in die leicht erwärmte Fruchtmasse geben. Diese nun aufkochen und 2 Minuten köcheln lassen. Anschließend in die Mulden der Truffles 5 Form füllen und diese am besten über Nacht einfrieren. (Das Pektin NH sorgt dafür, dass die Fruchtkugeln nicht wässern)

Pekancrumble

Zunächst den eckigen Tortenring von unten mit Frischhaltefolie bespannen und auf eine Platte stellen. Von innen wenn möglich mit Tortenrandfolie auslegen.

Die Dulcey Kuvertüre schmelzen. Die Karamellkekse in eine Beutel geben und mit dem Nudelholz zerbröseln. Ebenso die Pekannüsse und die Waffelröllchen. Alles zusammen in eine Schüssel geben und gut mit der geschmolzenen Kuvertüre, dem Praliné und dem Salz vermengen. Die Crumblemasse gleichmäßig in dem Tortenring verteilen und mit einem Löffel oder einem passenden Stempel gleichmäßig festdrücken, so dass ein Knusperboden entsteht. Die Form mindestens 30 Minuten in den Gefrierschrank stellen. Rezept – Aurélien Cohen

Nougatcreme

  • 130 g Sahne
  • 45 g Nougat1
  • 1 Blatt (1,7g) Gelatine

Die Gelatine einweichen. Die Sahne erhitzen und das Nougat darin auflösen. Danach die gut ausgedrückte Gelatine einrühren. Die Nougatcreme auf dem angefrorenen Knusperboden verteilen und die Form in den Kühlschrank stellen.

Biskuit

  • 2 Eigelb
  • 20 g Puderzucker
  • 30 g gemahlene Pekannüsse
  • 2 Eiweiß
  • 25 g Zucker
  • 35 g Mehl
  • 10 g geschmolzene Butter

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. – Die Eigelbe mit dem Puderzucker hellschaumig schlagen. Die gemahlenen Nüsse hinzufügen und noch 1 Minute weiter mixen. Die Mixstäbe stäubern und das Eiweiß mit dem Zucker zu Eischnee schlagen. Ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbmasse ziehen und die Massen somit angleichen. Anschließend den restlichen Eischnee sowie das gesiebte Mehl unterheben. Eine kleine Menge Teig mit der geschmolzenen Butter verrühren und ebenfalls sanft unterheben. Den Biskuitteig 20 x 20 cm groß auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegte Blech streichen und ca. 12 Minuten backen. Leicht abkühlen lassen und anschließend auf genau 18 x 18 cm zurechtschneiden. Die Biskuitplatte in den Tortenring auf die Nougatcreme legen.

Lotus-Karamellmousse

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Eigelb und Zucker verrühren. Milch und Sahne zusammen mit der Vanille zum Kochen bringen. Die heiße Sahnemilch zur Eimasse geben und gut verrühren. Alles zurück in den Topf gießen und unter Rühren auf 83 Grad erhitzen. Vom Herd nehmen und die Gelatine einrühren. Die heiße Creme über die Lotus-Biskoff Creme geben und mit einem Stabmixer durchmixen. Die Creme auf ca. 30 Grad abkühlen lassen und dann nach und nach die halbsteig geschlagene Sahne unterziehen.

Aufbau

Gut die Hälfte der Lotus-Karamellmousse auf die Nougatcreme geben. Die gefrorenen Fruchtkugeln aus der Silikonform lösen und in die Mousse drücken. Mit der restlichen Mousse abdecken und diese glatt streichen. Im Kühlschrank fest werden lassen.

Schokoladen Glanzglasur

  • 60 g Wasser
  • 75 g Zucker
  • 50 g flüssige Sahne
  • 20 g Kakao
  • 1 ½ Blätter Gelatine
Schoko-Glanzglasur - Maren Lubbe

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Wasser und Zucker in einem Topf auf mittlerer Temperatur zum Kochen bringen. Wenn der Sirup 103 Grad erreicht hat, vom Herd ziehen und zunächst die Sahne, dann die Gelatine einrühren. Den Kakao darübersieben und ebenfalls unterrühren. Wenn der Kakao gelöst ist, die Glasur durch ein Sieb gießen, um Klümpchen und Luftblasen zu entfernen.
Hat die Glasur etwa 28-30 Grad kann sie auf der eiskalten Lotus-Karamellmousse Oberfläche verteilt werden. Dafür sogleich nach dem Gießen die Form hin und her schwenken und so die Glasur überall gleichmäßig zu verteilen. Wiederum im Kühlschrank erstarren lassen.

Deko und Fertigstellung

Den Tortenring abziehen, die Tortenrandfolie aber noch dran lassen. Die Kuvertüre schmelzen und in einen kleinen Spritzbeutel füllen. Eine winzige Spitze abschneiden und mit kreisenden Bewegungen ein Muster auf die Oberfläche der Torte spritzen.

Die Tortenrandfolie abziehen und die Ränder der Torte sauber abschneiden, so dass eine schöne Schnittkante entsteht. Nun die Torte mit einem großen scharfen Messer in zwölf gleich große Schnitten schneiden. Dabei nach jedem Schnitt die Messerklinge säubern. Die Schnitten mit jeweils einer roten und einer goldenen Schokoladenkugel dekorieren und ggf. auf einen Törtchenuntersetzer* platzieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Mein letzte Urlaubswoche geht nun leider zu Ende 😏 . War schön, mal etwas mehr Zeit zum Backen zu haben. Ich merke, dass die Entspannung mir und meiner Kreativität gut getan hat. Naja, ich freue mich aber auch schon wieder auf meine Kolleginnen. Außerdem ist meine Arbeitswoche ja eh nur drei Tage lang und der nächste Urlaub ja bereits geplant 😉 .

Ich wünsche euch eine wunderschöne Herbstwoche 🍁 und viel Spaß beim Nachbacken. Vergesst nicht heute wählen zu gehen!

Liebe Grüße Maren🍁🍁🍁

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6 Kommentare

  • Antworten
    Erna
    26. September 2021 at 13:33

    Liebe Maren,
    bitte die Druckvorlage mit dem richtigen Rezept verlinken, sonst kann ich diese genialen Schnitten nicht backen!
    Herzlichen Dank!

    • Antworten
      Maren Lubbe
      26. September 2021 at 13:50

      Ups 🤭 !! Schon erledigt! Danke für den Hinweis, liebe Erna😘

  • Antworten
    Gertrud
    27. September 2021 at 7:31

    Liebe Maren,
    Schicht für Schicht ein Gedicht kann ich nur sagen ♥. Ich kenne die Kekse, die Creme jedoch nicht. Du hast sie schon einmal in einem Rezept verwendet meine ich. Die Kombination der „warmen“, herbstlichen Aromen mit der Säure der Johannisbeeren ist dir wieder einmal mehr als gelungen.
    Ich bin nicht so der Herbstfan, allerdings ist es mir auch gleich, wenn es am Abend wieder früher dunkel ist. Man kann sich dann früher schon ohne schlechtem Gewissen in die Küche zurück ziehen 🙂
    Liebste Grüße
    Gertrud

    • Antworten
      Maren Lubbe
      28. September 2021 at 18:20

      Liebe Gertrud,
      ich hatte bis dahin auch nur die Creme im Supermarktregal gesehen. Aber ich bin sooo neugierig und da habe ich es halt versucht 😀 . Ich freue mich selber über das gelungene Ergebnis.
      Du hast vollkommen recht! In der Küche ist es eh am schönsten 😉 . Ich freue mich schon auf deine Kreationen.

      Liebste Grüße Maren

  • Antworten
    Eva
    27. September 2021 at 9:02

    Liebe Maren,
    was für ein schöner Einstieg in den Herbst! Frucht und Schokolade und Nüsse und Karamell, das ist immer eine tolle Kombination 🙂 . Diese Schnitten klingen super-lecker mit den vielen Schichten, vor allem beim Boden 🙂 !
    Bei uns ist jetzt endgültig Herbst. Heute Nacht hat das Wetter umgeschlagen. Aber wie du sagst, die dunkle Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz 🙂 !
    Liebe Grüße und eine schöne Woche!
    Eva

    • Antworten
      Maren Lubbe
      28. September 2021 at 18:22

      Danke, liebe Eva! Ja, der Boden ist köstlich. Für dich als Nussfan ganz sicher. Heute hatten wir noch einen superschönen sonnigen tag, aber ab morgen soll es nur noch regnen. Ich mag zwar den Herbst, aber Dauerregen habe ich damit nicht gemeint!! Aber wenigstens kann man guten Gewissens backen 😉 .

      Liebe Grüße Maren

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