
Sommer auf dem Teller
Bevor die Erdbeerzeit endet, gibt es heute noch einmal ein feines Rezept für eine sommerlich frische Erdbeertarte. Sie passt perfekt für einen Kaffeeplausch im Schatten hoher Bäume oder auf einem sonnenbeschirmten Balkon. Dazu ein Eiskaffee und nette Gäste – hach, ein Genuss!

Den knusprigen Mürbeteigboden mit einer Pistazienfrangipane kann man gut schon am Vortag zubereiten. Genauso wie die Vanille-Namelaka, auf der später die frischen Erdbeeren platziert werden. Natürlich wären auch andere Früchte denkbar. Nehmt einfach das, was die Jahreszeit und der Wochenmarkt hergeben.

Sommerliche Erdbeertarte
Links mit * und ¹ sind Affiliate- / Werbelinks!
Verwendete Form: Quadratische Tarteform mit Hebeboden (20–22 cm)1
Die Namelaka und den Tarteboden kann, oder besser, sollte man am Vortag zubereiten!
Vanille-Namelaka
- 80 g Milch
- ½ Vanilleschote
- 1 ½ Blätter (2,6 g) Gelatine
- 140 g weiße Kuvertüre*, gehackt oder Callets
- 160 g kalte, flüssige Sahne
Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen, das Vanillemark aus der Schote kratzen und zusammen mit der Schote zur Milch geben. Die Milch aufkochen, die Schote entfernen und über die Kuvertüre gießen, die gut ausgedrückte Gelatine hinzufügen und alles mit dem Stabmixer durchpürieren. Währenddessen die flüssige Sahne hinzufließen lassen. Die Namelaka in ein flaches Gefäß gießen, die Oberfläche mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank (am besten über Nacht) kristallisieren lassen.
Mürbeteig
- 100 g weiche Butter
- 65 g Puderzucker
- 20 g gemahlene Mandeln
- 170 g Mehl Type 550
- 40 g Vollei (verquirltes Ei)
- 1–2 Prisen Salz
Butter und Puderzucker cremig rühren, anschließend die übrigen Zutaten hinzufügen und schnell einen glatten Teig vermischen. Den Teig zu einem flachen Ziegel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
Nach der Kühlzeit den Teig gleichmäßig 3–4 mm dick ausrollen. Die Tarteform fetten und den Teig einlegen. Die Kanten sauber abschneiden und die Form, während die Frangipane zubereitet wird, in den Kühlschrank stellen. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen.
Pistazienfrangipane mit Erdbeeren
- 60 g weiche Butter
- 60 g Zucker
- 60 g gemahlene Pistazien
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- 100 g Erdbeerstückchen
Alle Zutaten, bis auf die Erdbeeren, zu einer glatten Creme verrühren und gleichmäßig auf dem gekühlten Mürbeteig verstreichen. Die Erdbeeren in kleine Stücke schneiden, auf der Frangipane verteilen und etwas hineindrücken. Die Tarte ca. 30 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind. Anschließend abkühlen lassen und bis zur Weiterverarbeitung mit Alufolie bedecken.
Transparente Glasur
Diese Glasur kann zur Not auch durch fertigen Tortenguss ersetzt werden.
- 60 g Wasser
- 10 g Zitronensaft
- 80 g Zucker
- 90 g Glucosesirup*
- 3 Blätter (5 g) Gelatine
Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die anderen Zutaten zusammen aufkochen, anschließend vom Herd nehmen und die gut ausgedrückte Gelatine einrühren. Ich lasse die Glasur im Kühlschrank abkühlen, bis sie geliert. Vor der Verwendung kann sie in der Mikrowelle oder im Wasserbad wieder verflüssigt werden.
Fertigstellung
- frische Erdbeeren
- essbare Blüten (ich habe Borretschblüten verwendet)
Die Namelaka ggf. in einen Spritzbeutel füllen, gleichmäßig auf dem Tarteboden dressieren und dann verstreichen. Die Erdbeeren quer in gleich dicke Scheiben schneiden und auf der Oberfläche der Tarte arrangieren. Anschließend mit der transparenten Glasur oder dem Tortenguss bestreichen und die Tarte vor dem Servieren noch einmal eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Ich habe die leckere, frische Tarte für eine Einladung meiner Freundinnen gezaubert und wir haben sie, genau wie oben vorgeschlagen, unter unserer großen Birke sitzend im sonnendurchfluteten Garten genossen.

¹Partnerlink: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen. Am Kaufpreis ändert sich dadurch nichts.
*Affiliatelink: Beim Kauf über diese Links erhalte ich eine kleine Provision. Dein Kaufpreis bleibt für dich aber gleich.






Beatrix sagt
Liebe Maren,
die Tarte ist ein Leckerbissen!
Bedanken möchte ich mich nicht nur für dieses Rezept sondern tatsächlich auch einmal für das geniale Rezept der transparenten Glasur, die ich immer vorrätig halte und verwende, weil sie das Obst auf den Torten so glücklich aussehen lässt – was mich wiederum glücklich macht 🙂
Liebe Grüße
Beatrix
Maren Lubbe sagt
Liebe Beatrix,
danke für dein tolles Feedback ♥️. Du hast dich also trotz der Hitze ans Backen gemacht? Einmal fertig gebacken ist die Tarte dann wirklich schön erfrischend, oder?
Besonders freue ich mich über dein Kompliment zur transparenten Glasur, denn dieses Rezept habe ich selber entwickelt 🥰.
Ganz liebe Grüße Maren
Alessandra sagt
Liebe Maren,
jetzt , wo die größte Hitze vorbei ist, könnte ich auch schon wieder ans Backen denken…..
Das Rezept ist einfach spitze. Wunderbar, dass man die Früchte an die Saison anpassen kann. Schmeckt sicherlich in jeglicher Variante köstlich 😋
P.S. Apropos :“ transparente Glasur…..und selbst entwickelt……“
Dürfen wir uns bald auf ein Buch von dir freuen???❔❓❔
Viele liebe Grüße,
Alessandra
Gertrud Willam sagt
Liebe Maren,
du bist wirklich mutig und hast trotz dieser Hitze eine so tolle Tarte gebacken ♥♥. Sie sieht unfassbar gut aus und passt einfach hervorragend zu diesen Temperaturen.
Ich habe wieder einmal ein anderes „Projekt“ und wollte aber unbedingt Törtchen dazwischen schieben. Was gründlich misslang :-). Ich schiebe es jetzt einfach auf die Wärme, nicht auf mein Können :-). Besser wäre eben, man würde sich nur einer Sache zu hundert Prozent widmen.
Gerne schließe ich mich dem Wunsch von Alessandra an. Man könnte dann wunderbar darin schmökern.
Sonnige Grüße
Gertrud