Kuchen/ Plätzchen/ Weihnachten

Mürber Mandelkuchen aus Mantova

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Mürber Mandelkuchen aus Mantova

Heute habe ich ein megaschnelles, aber nicht minder köstliches italienisches Rezept für euch. Ein superknuspriger Kuchen, der eigentlich eher als ein großer Keks bezeichnet werden kann, bzw. als ein Streuselkuchen, der nur aus Streuseln besteht 😉 . Wenn es mir auch sonst beim Backen nicht aufwändig genug werden kann, wenn es um Kekse und Plätzchen geht, das wisst ihr schon, setze ich auf Schlichtheit . Für mich braucht es da nicht viel Chi Chi, sondern feine Zutaten und vor allem gute Butter.

Mürber Mandelkuchen aus Mantova

Ich habe das Rezept in dem wunderbaren Weihnachtsbackbuch1 von Melissa Forti gefunden, das ich hier zur Rezension vorliegen habe. Ein Buch voller opulenter stimmungsvoller Fotos und ebensolchen Rezepten. Von großen, prächtigen Torten und Kuchen, über typisch italienische bzw. mediterrane Dolci, bis hin zu Plätzchen und zahlreichem, weihnachtlichen Gebäck. Die Rezepte heben sich zum Teil mal angenehm von dem uns geläufigem deutschen Weihnachtsgebäck ab. Ein Hauch von italienischem Dolce vita weht einem entgegen. Man kann sich wirklich nicht sattsehen an diesem Buch, so elegant und stilsicher gestaltet ist es. Zu jedem Rezept erzählt uns Melissa Forti Wissenswertes und Hintergründe zum jeweiligen Gebäck. Das macht das Buch sehr persönlich und ihr merkt schon … ich bin begeistert! Wer also noch ein Weihnachts Backbuch sucht, der sollte sich dieses auf jeden Fall einmal ansehen. Auf meiner Bücher Seite habt ihr die Möglichkeit einen Blick ins Buch zu werden oder euch den Buchtrailer anzusehen.

Mürber Mandelkuchen aus Mantova

Doch kommen wir zu dem knusprigen Mandelkuchen. Alle Streuselliebhaber kommen hier auf ihre Kosten! Der Sbrisolona di Mantova, wie er im Original heißt, wurde laut Melissa Forti bereits um das Jahr 600 zum ersten Mal erwähnt. Man nannte ihn später „Drei Tassen Kuchen“, weil er zu gleichen Teilen aus Mehl, Maisgrieß und Zucker besteht. Er wird normalerweise nicht geschnitten, sondern gebrochen, weil er so mürbe ist. Ich gestehe, dass ich ihn hier aus Gründen der Ästhetik nun doch geschnitten habe. Ich bitte um Entschuldigung 😉 . In Italien wird der Mandelkuchen aus Mantova ganz am Ende eines Festessens serviert und dann, gewissermaßen als ultimativer Genuss, in Grappa oder einen Muskateller, einen Pfirsichlikör oder Cognac getunkt 😉 .

Ich dagegen habe mich für einen Klecks Sahne und eine meiner Lieblingsmarmellatas von Patrizia Feinkost* entschieden, die unglaublich aromatische Marmellata Arancia Zenzero*. Diese und meine geliebte Zitronen Marmellata* könnt ihr übrigens noch bis zum Ende des Jahres 2020 mit 10% Rabatt bestellen. Dabei den folgenden Rabattcode bitte nicht vergessen:

 

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Mürber Mandelkuchen aus Mantova

Mürber Mandelkuchen aus Mantova

von Melissa Forti

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Verwendete Form: Springform 24 cm

Zutaten

  • 100 g ganze blanchierte Mandeln
  • 130 g Zucker
  • 130 g Mehl
  • 125 g Maisgrieß 1(Polenta)
  • 125 g kalte Butter, gewürfelt
  • 1-2 Prisen Salz
  • 2 Bio Eigelb
  • Abrieb ½ Bio Zitrone
  • 1 Messerspitze gemahlene Vanille
  • 20-30 g ganze, unblanchierte Mandeln
  • 20 g brauner Zucker zum Bestreuen

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springform gut fetten und mit Mehl ausstäuben.
Bitte nicht wundern, dass auf den Zubereitungsfotos zwei Formen befüllt wurden. Die Teigmenge im Rezept war sehr, sehr reichlich. Ich habe sie hier im Rezept für eine 24er Form angepasst!

Die ganzen blanchierten Mandeln mit dem Zucker in einem Universalzerkleinerer mittelfein häckseln. Diese Mischung mit dem Mehl, dem Maisgrieß, der Butter und dem Salz in einer Schüssel vermengen. Eigelb, Zitronenabrieb und Vanille verrühren und zum Teig geben. Alle Zutaten sanft unterrühren. Diesen krümeligen Teig locker in die Form füllen und nicht andrücken! Er braucht auch nicht allzu gleichmäßig verteilt werden, denn er soll seine streuselartige Textur behalten. Mit dem braunen Zucker und den ganzen unblanchierten Mandeln bestreuen. Bei 180 Grad ca. 30-40 Minuten goldbraun backen. Die Backzeit bitte dem eigenen Ofen anpassen! Abkühlen lassen und ggf. mit Puderzucker übersieben.

Der Mandelkuchen schmeckt frisch besonders köstlich, hält sich aber auch gut in Alufolie verpackt einige Tage in einer Blechdose.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Mürber Mandelkuchen aus Mantova

Nach den aufwändigen Pâtisserie Genüssen kam mir das Backen des Mandelkuchens wie im Zeitraffer vor 😀 . Das war auch mal richtig schön! Noch besser war aber die Reaktion meiner Lieben 🙂 ! Wie von Melissa Forti angeregt, servierte ich den Kuchen nach einem leckeren Abendmenü. Es wurde geknuspert und vor Glück geseufzt. Boah, wie lecker ist der denn!?!

Da die Teigmenge im Originalrezept so reichlich war, dass ich noch eine weitere kleine Form damit füllen konnte, bekam unser Besuch beim Abschied den zweiten Kuchen als Gastgeschenk mit auf den Heimweg. Na, da waren aber zwei glücklich!

Beim nächsten Mal werde ich aber den Teig noch lockerer und streuseliger einfüllen, so wie es Melissa eigentlich auch empfiehlt und vielleicht sogar die ganzen Mandeln unter den Teig mischen. Probiert es doch mal aus!

Mürber Mandelkuchen aus Mantova

Also, ich wiederhole noch einmal: Dies ist kein softer Kuchen! Nein hier handelt es sich um einen knusprigen, krümeligen Riesenkeks, den man in die Hand nimmt, abbeißt oder in Sahne und Orangen Marmellata stippt. So oder so ein schneller, einfacher, ungewöhnlicher und leckerer italienischer Knuspergenuss, der nicht nur an Weihnachten schmeckt.

Eines sei jetzt schon verraten: Demnächst gibts hier noch eine der prächtigen Torten von Melissa Forti 🙂 .

 

Macht es euch schön!

Herzlichst eure Maren

❤️ ❤️ ❤️

 

 

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8 Kommentare

  • Antworten
    Cristina Widmann
    22. November 2020 at 12:32

    Ciao Maren,
    Buonissima la sbrisolona!
    Bravissima come sempre!
    Un caro saluto
    Cristina Widmann

    • Antworten
      Maren Lubbe
      22. November 2020 at 21:34

      Mille Grazie, Cristina! Mi piace!❤️

  • Antworten
    Eva
    23. November 2020 at 10:53

    Liebe Maren,
    da hast du dir ein tolles Rezept ausgesucht! Ich kenne und liebe Torta Sbrisolona. Die wird genauso zubereitet wie dein Mandelkuchen aus Mantova, enthält aber keinen Polenta. Es ist so gemütlich, wenn man zusammensitzt und sich Stücke vom Kuchen abbricht und schmecken lässt. Deine Polenta-Variante muss ich unbedingt probieren 🙂 !
    Meinen Mann habe ich schon dezent auf das Weihnachtsbuch von Melissa Forti hingewiesen. Hoffentlich nicht zu dezent 🙂 !
    Liebe Grüße und eine schöne Woche, und bleib gesund!
    Eva

    • Antworten
      Maren Lubbe
      23. November 2020 at 17:49

      Liebe Eva,

      Du kennst die Torta Sbrisolona?! Da hast du mir etwas voraus.😁 Für mich war’s eine Premiere und ich muss sagen, dass sie uns super geschmeckt hat und ich sie bestimmt nochmal wieder backen werde. Gerade die Polenta darin gefiel mir besonders gut, weil sie ebenfalls eine kleinen Knuspereffekt ergibt. Solltest du wirklich einmal ausprobieren.
      Na, und dann drück ich mal die Daumen, dass dein Liebster die Antennen auf Empfang hatte, was deinen Bücherwunsch angeht 😅.

      Liebe Grüße Maren

  • Antworten
    Anita
    1. Dezember 2020 at 11:11

    Hallo Maren,
    kurze Verständnis-Frage: Laut Rezept-Beschreibung werden die UNblachierten Mandeln aus der Zutatenliste 2mal verarbeitet, die blanchierten Mandeln hingegen gar nicht.
    Ich vermute, daß die blanchierten Mandeln zusammen mit dem Zucker für den Teig zerkleinert, und die unblanchierten zum Schluß auf den Kuchen gestreut werden sollen?
    Danke für eine kurze Info.
    Und generell bei dieser Gelegenheit: Vielen herzlichen Dank für Deine tollen Rezepte! Ich folge Deinem Blog seit vielen Jahren und bin immer wieder begeistert.
    Viele Grüße, Anita

    • Antworten
      Maren Lubbe
      1. Dezember 2020 at 13:15

      Du hast vollkommen recht, liebe Anita! Da habe ich mich vertan! Vielen Dank für den Hinweis und deine lieben Worte ❤️
      Viele Grüße Maren

  • Antworten
    Walther
    17. Januar 2021 at 13:49

    Maren Du bist die Beste.
    Einfaches Rezept und toller Geschmack. Herzlichen Dank dafür.
    Bei Dir zu stöbern macht einfach riesig Spass und man erkennt, dass Du ein ganz liebenswerter Mensch bist.
    Adios mi amor.

    • Antworten
      Maren Lubbe
      19. Januar 2021 at 19:55

      Hach, was soll ich sagen: Von Herzen DANKE!! ❤️😄

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