Cheesecake/ Torte

Cheesecake „Emmentaler Style“

Cheesecake "Emmentaler Style"

Na, wen habe ich täuschen können? 😀 Nein, das ist kein Käsetoast! Das ist tatsächlich ein superleckerer Limetten Cheesecake, der sich im „Emmentaler Style“ präsentiert.

Cheesecake "Emmentaler Style"

Als ich neulich in meinem dicken Backbuchwälzer Le grand cours de pâtisserie¹ von Eddie Benghanem blätterte, blieb mein Blick auf einem ganz ähnlichen Rezept hängen. „Das muss ich unbedingt ausprobieren“, sagte ich mir. Ich fand die Optik und den Täuschungseffekt einfach genial!

Cheesecake "Emmentaler Style"

Also feilte ich ein wenig an einem Rezept, denn ich hatte schon so eine Vorstellung, wie ich ihn haben wollte. Schließlich sollte er ja nicht nur chic werden, sondern auch besonders lecker. Denn was nützt die tollste Optik, wenn der Geschmack nicht stimmt?  Tja, und so ist der Cheesecake im Emmentaler Style aufgebaut:

Zartknuspriger Mürbeteig
Aromatisch saures Zitronenconfit
Feiner Limettenbiskuit
Sahnige Cheesecakemasse mit Limetten
Schokoladenschicht in Emmentaler Optik

Es versteht sich von selbst, dass der Cheesecake mit seinem wunderbaren Limettenaroma auch ohne diese witzige Schokoladen-Emmentaler Platte schmeckt und serviert werden kann 😉 !

Cheesecake "Emmentaler Style"

Cheesecake „Emmentaler Style“

inspiriert von Eddie Benghanem

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Verwendete Form: Tortenring Quadrat 20 x 20 cm*

„Emmentalerkäse“ aus Schokolade 

Die weiße Kuvertüre  schmelzen, nach Wunsch einfärben und temperieren. Die temperierte Kuvertüre mit einer großen Palette gleichmäßig auf ein Blatt Schokoladen Acetatfolie¹ verstreichen. Nachdem die Schokolade kristallisiert ist, ein Quadrat von 20 cm Kantenlänge schneiden. Mit einem weiteren Folie belegen und darauf z.B. ein Schneidebrett o.ä. zum Beschweren auflegen, damit die Schokoladenplatte sich nicht im Kühlschrank krümmt. Am besten eine Nacht komplett auskristallisieren lassen. – Schokoladenreste vom Rand können später in der Cheesecakemasse verarbeitet werden!

 

Limettenbiskuit (N. Hunziger)

  • 55 g Butter
  • Abrieb einer Bio Limette
  • 40 g gemahlene Mandeln
  • 65 g Zucker
  • 65 g Eiweiß
  • 20 g Mehl
  • Puderzucker zum Bestäuben

Den Backofen auf 160 Grad Umluft aufheizen. Die Butter schmelzen. Die gemahlenen Mandeln, das Mehl, die Limettenschale sowie 40 g der Zucker- und der Eiweißmenge unter die geschmolzene Butter rühren. Das restliche Eiweiß (25g) und den restlichen Zucker (25g) zu Eischnee schlagen und unter die Masse ziehen.  Den Teig 0,8 cm dick gleichmäßig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und ca. 12-14 Minuten backen. Abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und mithilfe des Tortenringes ein Quadrat ausstechen.

Mürbeteig

  • 40 g weiche Butter
  • 37 g Puderzucker
  • 90 g Mehl Type 550
  • 12 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • 22 g verschlagenes Ei

Puderzucker und Butter cremig rühren, Mandeln, Salz und Mehl hinzufügen und zusammen mit dem Ei zügig zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einem Ziegel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen. – Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.  Den quadratischen Tortenring auf ein mit Backpapier oder Spezialmatte¹ belegtes Blech stellen. Den Teig  3 mm dick ausrollen und passgenau in die Form legen. Im heißen Ofen ca. 15 Minuten goldbraun backen. Den Ring nicht entfernen.

 

Den abgekühlten Mürbeteig gleichmäßig mit dem Confit bestreichen und anschließend den Limettenbiskuit auflegen. Ich habe vorher die Ränder mit Tortenrandfolie ausgelegt. Das muss nicht zwingend sein, macht aber das Entformen einfacher und den Rand schön glatt.

Cheesecakemasse (E. Benghanem)

  • 130 g Sahne
  • feiner Abrieb einer Bio Limette
  • 50 g Zucker
  • 3 Eigelbe
  • 25 g Limettensaft
  • 70 g weiße Kuvertüre, gehackt bzw. Reste von der „Schokoladen-Käseplatte“
  • 3 Blätter Gelatine
  • 15 g Butter
  • 280 g Doppelrahm-Frischkäse

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Eigelbe mit dem Zucker verrühren. Die Sahne mit dem Limettenabrieb zum Kochen bringen. Die heiße Sahne unter Rühren in die Eigelbmasse fließen lassen, alles zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze und stetem Rühren auf 82 bis höchsten 85 Grad erhitzen. Vom Herd nehmen, die Gelatine in der heißen Creme auflösen und alles durch ein Sieb über die weiße Kuvertüre gießen. Eine Minute warten und dann verrühren und dabei die Butter hinzugeben. Dann Limettensaft und den Frischkäse unterrühren. Die Masse mit einem Stabmixer durchmixen und anschließend in die vorbereitete Form auf dem Limettenboden verteilen. Im Kühlschrank mehrere Stunden, bzw. über Nacht fest werden lassen.

Fertigstellung

Am nächsten Tag die Folie vorsichtig von der Schokoladen-Käseplatte abziehen. Am besten trägt man Handschuhe beim Arbeiten mit der Schokoladenplatte, damit man keine Abdrücke hinterlässt. Die Löcher im Käse werden mithilfe von metallenen Spritztüllen in verschiedenen Größen gemacht. Diese auf der heißen Herdplatte kurz erhitzen (Vorsicht!) und damit die Schokoladenplatte „nach Käseart durchlöchern“.  Die Platte danach bis zur Verwendung wieder in dem Kühlschrank stellen.

Den Cheesecake aus der Form nehmen und die Ränder mit gehackten Pistazien verzieren. Ein wenig Schlagsahne schlagen und kleine Tupfen auf der Oberfläche verteilen, auf denen dann vorsichtig die gekühlte Schokoladenplatte platziert wird, so dass sie etwa einen halben Zentimeter Abstand zur Cheesecake Oberfläche hat. Der Cheesecake hält sich 1-3 Tage problemlos im Kühlschrank.

Wichtig; Zum Schneiden dieses Kuchens ein sauberes, scharfes Messer erhitzen (z.B. Herdplatte). Beim Schneiden das heiße Messer nur kurz ansetzen, bis die Schokoladenschicht geschmolzen ist, dann den Kuchen schneiden. Nach jedem Schnitt das Messer säubern und wieder erhitzen.

Selbstverständlich kann der Cheesecake auf ohne „Käseplatte“ obendrauf zubereitet und genossen werden 😉 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Maren Lubbe - Cheesecake "Emmentaler Style" Rezept

 

Cheesecake "Emmentaler Style"

Für ein schönes Ergebnis der „Emmentaler Platte“ ist das Temperieren der Kuvertüre unverzichtbar! Mein Bloggerkollege und Konditor Michael hat das in seinem Blogbeitrag gut erklärt. Und natürlich gibt es dann noch viele tolle Tutorials im Netz, z. B. von Callebaut. Das Arbeiten mir Schokolade ist eine echte Kunst und daher war ich heilfroh, dass es bei mir geklappt hat 😉 !!  Na, und Spaß hat es auch noch gemacht.

Übrigens kam auch hier wieder das köstliche Zitronenconfit (das Rezept habe ich euch hier gezeigt) zum Einsatz. Ihr seht, es lohnt sich, ein Gläschen davon im Kühlschrank zu haben. Ich würde im Nachhinein sogar die Schicht noch etwas dicker machen. Ich mag’s ja sauer 🙂 .

Cheesecake "Emmentaler Style"

Nach den wahnsinnig heißen letzten Wochen, ist es nun wieder erträglicher geworden. Eben echtes norddeutsches Sommerwetter. Wir Nordlichter sind meist einfach nicht so richtig kompatibel zu solch heißen Temperaturen! Wir brauchen immer “ ’n büschen“ Wind um die Nase, um uns wohl zu fühlen 😉 .

In diesem Sinne – ein herrliches Wochenende für euch!

Eure Maren ♥♥♥

 

 

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8 Kommentare

  • Antworten
    Gertrud
    3. August 2019 at 22:48

    Liebe Maren,
    Ich wünschte, ich könnte auch sagen, das muss ich unbedingt mal machen. Ich bin ja nicht so ungeschickt, aber diese torte kann ich nur bewundern, aber nicht nachbacken. Sie ist DER WAHNSINN 😍 So unglaublich schön und das Rezept wieder so was von lecker. Ich weiss echt nicht was ich sagen soll.
    Une grande dame de la patisserie !! Sagt man das so? Egal 😉. Gratulation zu diesem Meisterwerk !!
    Liebe Grüsse, Gertrud

    • Antworten
      Maren Lubbe
      8. August 2019 at 20:15

      Ach du liebe Gertrud,
      Ich kann mir kaum vorstellen, dass du diesen Cheesecake nicht mindestens genauso gut hinbekommst. Aber ich danke dir von Herzen für deine lieben Worte. Sie wärmen wirklich mein Herz ❤️.

      Liebe Grüße Maren

  • Antworten
    Eva
    4. August 2019 at 14:09

    Liebe Maren,
    das ist ja mal eine witzige Idee 🙂 ! Kaum zu glaube, dass das kein echter Käsetoast ist. Die Käsescheibe aus weißer Schokolade sieht täuschend echt aus! Perfekt gelungen, Maren. Und wie immer zum Reinbeißen – die Kombination klingt köstlich!
    Liebe Grüße
    Eva

    • Antworten
      Maren Lubbe
      8. August 2019 at 20:18

      Liebe Eva, als ich zum ersten Mal so einen ähnlichen Kuchen in meinem Buch sah, war mir gleich klar, dass ich den backen wollte. Ich freue mich total, dass es mir der „Käsescheibe“ geklappt hat. Ich habe höchsten Respekt vor der Arbeit mit Schokolade.

      Liebe Grüße Maren

  • Antworten
    Eva
    6. August 2019 at 13:16

    Wow, Maren. Dein Cheesecake sieht unglaublich gut aus! Chapeau! Und ich bin sicher, er schmeckt noch viel besser. Ich scheue das Arbeiten mit Kuvertüre leider immer noch, aber wie du ja schriebst, die „Käse-Scheibe“ braucht man nicht zwingend für den Genuss. 🙂
    Liebe Grüße
    Eva

  • Antworten
    Marianne
    6. August 2019 at 19:30

    Liebste Maren,
    Es ist ja verrückt was du alles zauberst!!! Ich bin wirklich sprachlos!!!! WOW!!!! Die Torte ist dir perfekt gelungen, die optische Täuschung ein echtes Meisterwerk!!! Gratuliere!!!
    Die weiße Schokolade so hin zu bekommen, das kann nicht jeder, ich auf jeden Fall nicht. Alle meine Versuche mit Schokoladesekorationen sind meist Äußerungen, und das Temperieren sowieso…Ich glaube, da müsste ich ein Extrakurs besuchen…An diesem Rezept werde ich mich noch nicht trauen, außer dass du neben mir wärst….Hihihi…leider bist du nicht gerade auf dem Sprung nach Altrip….
    1000 Mal Bravo!!! Ein Traum in weiß…
    Liebste Grüße für dich,
    Marianne

  • Antworten
    Gesime
    13. August 2019 at 13:15

    Liebe Maren,

    wie immer ist Deine Kreation ein Kunstwerk.
    Ich habe eine Frage zum Reinigen der Silikonformen von Silikomart. Hast du hier einen Tipp? Ich spüle sie von Hand und spüle gründlich mit klarem Wasser nach. Gleichwohl habe ich das Problem, dass die Form den Spülmittelgeschmack annimmt und dann bei Kühlung oder beim Backen wieder auf die nächste Torte abgibt.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Gesine

    • Antworten
      Maren Lubbe
      13. August 2019 at 22:09

      Liebe Gesine,
      Die Antwort ist einfach 🙂. Ich reinige meine Silikonform grundsätzlich im der Spülmaschine. Ich hoffe, du besitzt eine! Damit werden sie picobello sauber und riechen auch nicht. Silikomartformen sind eigentlich alle spülmaschinenfest.

      Liebe Grüße Maren

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