
Dieser Sommer ist in vielerlei Hinsicht herausfordernd. Das heiße Wetter ist ein großes Thema in ganz Europa. Wir hier im äußersten Norden sind zwar ebenfalls betroffen, aber nicht ganz so sehr wie manch andere Region. Auch in unserem Garten haben die Pflanzen mit der Trockenheit zu kämpfen. Unsere Zwetschgen sehen erbärmlich aus und unser Apfelbaum trägt kaum Früchte. Glücklicherweise gibt es aber ja den Wochenmarkt mit seiner schier überbordenden Fruchtauswahl 😍.

Ich muss allerdings dann doch zugeben, dass ich die frischen Beeren ausschließlich für die Garnitur verwendet und das Beerenpüree für die Torte aus TK‑Früchten zubereitet habe 🙈. Einzig ein paar frische Kirschen haben es in die Kompottschicht geschafft. Der Grund: Ich hatte noch eine Tiefkühl-Beerenmischung im Gefrierschrank. Ihr könnt euer Beerenpüree natürlich auch aus frischen Beeren selbermachen. Denkt aber daran, es gut aufzukochen und durchzupassieren. Ihr wollt doch nicht auf all die kleinen Sämchen beißen, oder?

Als ich das Rezept für diese Torte entwickelte, standen Beeren für mich schon mal fest. Die Frage war: Was passt gut dazu 🙄? Nach ein bisschen Brainstorming kam mir Portwein in den Sinn. Das war die Idee! Ein Hauch Zimt und ein saftig getränkter Boden, schon stand das Konzept und die Zubereitung konnte beginnen. Ich liebe diesen Moment, wenn ich einen Plan habe und loslegen kann!

Mmmmh, welch köstliche Kombination! Für diese Torte muss nicht mal Sommer sein. Ich finde, sie passt eigentlich in fast jede Jahreszeit mit ihrem fruchtigen Beerengeschmack und dem dezenten Aroma von Portwein und Zimt. Probiert es aus!
Die „Wave“-Silikonform habe ich übrigens aus unserem letzten Urlaub in Italien mitgebracht. Ich habe sogar eine tolle Bezugsquelle* für euch aufgetan. Selbstverständlich könnt ihr die Torte aber auch in jeder euch vorliegenden Form mit annähernd gleichem Volumen zubereiten.

Beerentorte mit Portwein & Zimt
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Verwendete Formen: Silikomart „Wave“ (1350 ml)*, Silikomart „Tortaflex“ (16 cm)*, Springform 18 cm Ø
Fruchtschicht mit Portwein
Ich habe das Beerenpüree aus einer TK Rote-Früchtemischung selbst hergestellt, indem ich es aufgekocht und durch ein Passiersieb gestrichen habe. Alternativ kann man auch auf fertiges Fruchtpüree* zurückgreifen. In dem Fall die Zuckermenge um 10 g verringern!
- 150 g Beerenpüree
- 50 g fein gewürfelte Kirschen
- 30 g Tawny Portwein1
- 40 g brauner Zucker
- 1 Msp. gem. Vanille
- 3 Bl. (5 g) Gelatine
Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Das Beerenpüree mit den fein gewürfelten Kirschen, dem Zucker und der Vanille aufkochen und ca. 3–4 Minuten leise köcheln lassen. Die Fruchtmasse soll etwas einreduzieren. Anschließend auf 70–80 Grad abkühlen lassen und dann die Gelatine unterrühren. Die Fruchtmasse in die Tortaflexform füllen und einfrieren.
Zimtcreme
- 100 g Sahne
- 100 g Milch
- 2 g gemahlener Ceylon Zimt1
- 2 Eigelb
- 30 g Zucker
- 1 ½ Bl. (2,6 g) Gelatine
Die Gelatine einweichen. Sahne und Milch zusammen mit dem Zimt zum Kochen bringen. Eigelb und Zucker in einer separaten Schüssel verrühren, die heiße Sahnemilch einrühren, alles zurück in den Topf gießen und unter stetem Rühren auf höchstens 85 Grad erhitzen. Anschließend die gut ausgedrückte Gelatine einrühren. Die Creme auf ca. 30 Grad abkühlen lassen und dann auf der gefrorenen Fruchtschicht verteilen. Die Einlage erneut einfrieren.
Boden
Der Boden der Torte besteht aus einer Shortbreadschicht und einem Biskuit.
Shortbread
- 40 g weiche Butter
- 20 g Puderzucker
- 50 g Mehl
- 1 Prise Salz
Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen, eine Springform mit 18 cm Ø mit Backpapier auslegen.
Alle Zutaten miteinander verkneten. Den Teig gleichmäßig in die Springform drücken und 10 Minuten vorbacken.
Biskuit
- 40 g Vollei
- 45 g Zucker
- 1 El. (10 g) Sahne
- 30 g Mehl
- 5 g Kakao
- 10 g geschmolzene Butter
Ei und Zucker hellschaumig schlagen. Danach die Sahne unterrühren. Mehl und Kakao mischen und gemeinsam mit der geschmolzenen Butter vorsichtig unter die Eimasse ziehen. Die Biskuitmasse auf dem vorgebackenen Shortbreadboden verteilen und ca. 15–17 Minuten zu Ende backen. Abkühlen lassen und einen Boden mit einem Durchmesser von 16 cm ausstechen.
Beerenmousse mit Portwein
- 150 g Beerenpüree
- 50 g Tawny Portwein1
- 1 Msp. gem. Vanille
- 40 g brauner Zucker
- 4 ½ Bl. (7,65 g) Gelatine
- 50 g Schmand 24 %
- 200 g Schlagsahne 35 %
Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Das Fruchtpüree, den Portwein, Vanille und Zucker zusammen aufkochen und 1–2 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und die gut ausgedrückte Gelatine einrühren. Die Fruchtmasse sorgfältig mit dem Schmand verrühren und auf 30 Grad abkühlen lassen. Die Sahne halbsteif schlagen und unter die Fruchtmasse ziehen.
Aufbau
- etwas Portwein zum Tränken
Die Beerenmousse bis auf ca. 1/4 in die Wave-Silikonform füllen. Die Form einige Male hin und her schwenken, sodass die Seiten gut mit Mousse benetzt sind. Die gefrorene Einlage mit der Fruchtschicht nach unten in die Mousse drücken und anschließend mit Mousse bedecken. Den Biskuitboden satt mit Portwein bestreichen, mit der Shortbreadschicht nach oben auf die Mousse legen und die Torte damit abschließen. Mit Frischhaltefolie bedeckt mindestens eine Nacht einfrieren.
Fertigstellung
- Velvetspray (Hinweise siehe unten)
Ich habe das Velvetspray für diese Torte selbst hergestellt, eingefärbt und mit einer handelsüblichen Sprühpistole1 (gibt’s auch im Baumarkt) auf die gefrorene Torte gesprayt. Dafür Kakaobutter* und weiße Kuvertüre* (je 50 g) jeweils bei 45 Grad schmelzen, vermischen und einfärben. Für diese Torte habe ich die Farbe Burgundy* mit etwas Weiß* gemischt gewählt. Ich sprühe dann das Velvetspray auch mit einer Temperatur von 45 Grad. HIER habe ich etwas ausführlicher über dieses Thema und die Vorgehensweise geschrieben.
Selbstverständlich kann man auch auf Velvetspray aus der praktischen Sprayflasche* zurückgreifen. Dann ist man allerdings auf die im Handel verfügbaren Farben beschränkt.
- frische Früchte
- essbares Blattgold*
Die gefrorene Torte ausformen und sogleich mit dem Velvetspray von allen Seiten besprayen. Die Torte über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen oder ca. 4–5 Stunden bei Raumtemperatur. Vor dem Servieren mit frischen Beeren und Blattgold garnieren.
Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Nie hätte ich gedacht, dass man im Ruhestand so viel um die Ohren haben kann 😅. Haus, Garten und Familie halten mich stets auf Trab. So roste ich jedenfalls nicht ein 😄!
Liebe Grüße, Maren 🩷 🩷 🩷

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Gabriele Katt sagt
Liebe Maren.
Ich backe sehr gerne Torten.
Kann aber nicht mit Velvet Spray arbeiten zwecks Gefrierschrank.
Leider zu klein.
Gibt es Alternativen. Außer Creme , die mögen wir nicht.
Vielen lieben Dank für die Antwort.
Herzlichen Gruß aus dem schönen Frankenland
Gabriele Katt
Maren Lubbe sagt
Liebe Gabriele,
Wie wäre es denn mit einer transparenten Glasur? Die Beerenmousse hat ja für sich eine schöne Farbe. Schau mal in diesem Rezept: https://marenlubbe.de/2025/07/05/johannisbeertorte-summer-blush/
Liebe Grüße Maren