Törtchen

Rubik’s Cube Würfel zum Vernaschen

Die Würfel sind gefallen! 🙂

Rubik's Cube Würfel zum Vernaschen

… und sie sind direkt auf dem Kuchenteller gelandet 😉 .
Die Idee für diesen essbaren Rubik’s cube stammt vom genialen französischen Pâtissier Cédric Grolet. Schaut mal bei Instagram oder bei Pinterest. Dort könnt ihr zahlreiche seiner Rubik’s cube Kreationen bewundern.

Rubik's Cube Würfel zum Vernaschen

Ihr kennt doch sicher alle den Rubik’s cube, diesen bunten Puzzle Zauberwürfel, der seine populärste Zeit in den 1970er Jahren hatte, oder? Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass mein älterer Bruder ihn mit nach Hause brachte und alle Familienmitglieder abwechselnd verzweifelt daran herumgedreht haben, um wenigstens dann 1 oder 2 gleichfarbige Seiten zurecht zu bekommen. Später entdeckten wir dann im ‚Stern‘ oder im ‚Spiegel‘ eine Auflösung und die habe ich dann auswendig gelernt! Davon ist heute leider nichts mehr übrig 😀 .

Rubik's Cube Würfel zum Vernaschen

Doch bei diesem leckeren Zauberwürfel brauchten wir keine Auflösung, sondern nur mehrere Kuchengabeln um das „Problem“ zu lösen 😉 . 25 kleine Kuchenwürfel habe ich für dieses Arrangement produziert und schneller als erwartet waren die kleinen Teilchen dann vernascht. Ich habe drei relativ einfach herzustellende Mousses zubereitet: Vanille, Pistazie und Himbeere. Darunter jeweils eine kleine Biskuitschicht. In den meisten Würfeln habe ich eine Himbeere versteckt, einige aber auch mit Marmelade gefüllt. Die Anzahl der Würfel lässt ja Raum für Experimente 😉 . Auch das Äußere kann man nach Belieben gestalten. In meinem Fall habe ich mich für Pastelltöne entschieden und einige Würfel mit Mirror glaze, andere mit Velvetspray überzogen. So schön gleichmäßig wie dem großen Meister ist mir das Ganze zwar nicht gelungen, aber für’s erste Mal bin ich trotzdem zufrieden 🙂 , obwohl einige Würfel während des Gefrierprozesses ein kleines bisschen verformt wurden, da es in meinem Gefrierschrank mal wieder zu eng war 🙁 .

Rubik's Cube Würfel zum Vernaschen

Ihr fragt euch jetzt aber sicher, woher ich dieses geniale Gestell für den Rubik’s cube habe. – Nun, ich habe das große Glück Bea, eine wundervolle, ambitionierte Leserin zu haben, die wiederum einen genialen Ehemann hat,  der in der Lage ist, so etwas selber zu konstruieren. Nicht genug, dass er für seine backtechnisch talentierte Frau so ein Edelstahlgestell gebaut hat, auch mir hat er eines spendiert, damit ich endlich selber diesen Zauberwürfel Kuchen verwirklichen konnte. Ist das nicht supernett?! ♥♥♥
Nun hat aber ja nicht jeder so ein Glück wie ich, doch ich kann euch trotzdem weiterhelfen wenn auch ihr euren Lieben so einen Hingucker kredenzen möchtet. Ich habe beispielsweise hier KLICK eine tolle Anleitung zum Selberbauen für so ein Gestell entdeckt (ist zwar eine französische Seite, aber durch die anschaulichen Fotos fast selbsterklärend). Und dann wäre hier noch ein LINK¹ zu einem Gestell, das man käuflich erwerben kann, zusammen mit einer Silikonform (davon bräuchte man allerdings besser zwei, denn jede hat nur 15 Würfelchen und man braucht ja 25) .Rubik's Cube Würfel zum Vernaschen

Rubik’s Cube Würfel 

inspiriert von Cédric Grolet

Mit * und ¹ markierte Links sind Werbelinks

Verwendete Formen: 2 Stück Silikon Kubusform 35 mm*

Biskuit

  • 30 g gem. geschälte Mandeln
  • 20 g Puderzucker
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 2 Eiweiß
  • 23 g Zucker
  • 35 g Mehl 405
  • 10 g Butter, geschmolzen

Den Backofen auf 190 Grad aufheizen. Das ganze Ei, das Eigelb und den Puderzucker zusammen mit den gemahlenen Mandeln schaumig schlagen. Das Eiweiß mit dem Zucker zu Eischnee schlagen. Ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbmasse ziehen. Das Mehl darüber sieben und zusammen mit dem restlichen Eischnee unterheben. Die flüssige Butter mit etwas Teig verrühren und ebenfalls unterheben.  Den Teig gleichmäßig (!) auf ein mit Backpapier oder Backmatte¹ belegtes Blech streichen und bei 190 Grad Umluft ca. 8 – 10 Minuten backen. Abkühlen lassen und in mindestens 25 kleine Quadrate mit ca. 3 cm Kantenlänge schneiden.

Himbeermousse

  • 100 g Himbeerpüree
  • 20 g Zucker
  • 60 g weiße Kuvertüre, gehackt oder Callets¹
  • 1 ½ Blätter Gelatine
  • 100 g Schlagsahne

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Das Himbeerpüree mit dem Zucker erhitzen. Die eingeweichte, gut ausgedrückte Gelatine darin auflösen und die Kuvertüre hinzufügen. Eine Minute warten und dann verrühren. Die Sahne cremig schlagen und unterheben.  Die Himbeermousse am besten in einen Einmalspritzbeutel geben, um die Würfel sauber befüllen zu können.

Vanille- und Pistazienmousse

  • 160 g flüssige Sahne
  • Mark 1 Vanilleschote
  • 4 Blätter Gelatine
  • 200 g Kuvertüre, gehackt oder¹ Callets
  • 340 g Schlagsahne
  • 40 g Pistazienmus¹

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die flüssige Sahne mit dem Mark der Vanilleschote erhitzen. Die eingeweichte, gut ausgedrückte Gelatine darin auflösen und die Kuvertüre hinzufügen. Eine Minute warten und dann verrühren.
Ich habe nun diese Vanillecreme geteilt und die eine Hälfte mit dem zimmerwarmen Pistazienmus verrührt. So spart man etwas Arbeit 😉 . 
Die Sahne cremig schlagen und je eine Hälfte unter die Vanillecreme, als auch unter die Pistaziencreme heben.  Die Mousses am besten in einen Einmalspritzbeutel geben, um die Würfel sauber befüllen zu können.

Füllung

  • frische Himbeeren
  • alternativ Marmelade oder Lemon Curd o.ä.

Die Kubus Silikonformen mit den verschiedenen Mousses befüllen. Hier kann man auch z.B. Vanille und Pistazie oder Himbeere kombinieren wenn man möchte. Ich habe dann noch in jeden Würfel eine frische Himbeere gedrückt und einige auch mit Marmelade gefüllt. Man braucht für den Rubik’s cube Würfel zwar nur 25 Würfel, doch ich habe alle 30 Vertiefungen befüllt. So hat man noch einige zusätzliche Würfelchen in Reserve, falls mal eines beim Glasieren verunglückt 😉 . Die Füllung mit je einem Biskuitquadrat abschließen und glattstreichen. Mit Folie bedeckt beide Formen über Nacht einfrieren.

Mirror glaze

 

Die  Gelatine in  eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen ( bis 103 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von der Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun erstmal nur die weiße Lebensmittelfarbe einrühren. Die Masse mit dem Stabmixer durchgemixen, dabei möglichst keine Luftblasen zu erzeugen! Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um sicher letzte Klümpchen zu entfernen. Die Oberfläche der Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Fertigstellung

Die weiße Mirror glaze erwärmen, so dass sie sich wieder verflüssigt. Auf ca. 30 Grad abkühlen lassen und 3-4 Würfel überziehen. Die Glasur kann ruhig etwas dicker sein. Wer verschiedene Farben haben möchte, teilt nun etwas von der Glasur ab und rührt eine Winzigkeit der gewünschten Farbe ein. Die Würfel benötigen zum Überziehen verhältnismäßig viel Glasur. Ich habe ein Rost über eine Schüssel gestellt, die die überlaufende Glasur auffängt. Mit gelb bin ich angefangen und habe 3 Würfel damit überzogen. Habe die heruntergelaufene Glasur aufgefangen und etwas grün eingerührt (evtl. wieder etwas weiß hinzunehmen.) und die nächsten  3-4 Würfel glasiert. Nun noch etwas weiße Glasur mit rosa einfärben und wiederum 3-4 Würfel überziehen. Die restlichen Würfel mit Velvetspray in verschiedenen Farben besprühen.  – Selbstverständlich sind die Farben beliebig und auch in einfarbig sieht so ein Rubik’s Cube Würfel toll aus! Da könnte man noch mit Gold oder Streuseln Akzente setzen. 

Die Würfelchen auf einem Rubik’s cube Ständer (Bezugsquelle ¹oder Bauanleitung) arrangieren und genießen 🙂 !

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Rubik's cube Rezept

Rubik's Cube Würfel zum Vernaschen

Am schwierigsten war es, die Würfel sauber und in korrektem Abstand zueinander zu arrangieren. Über die Farbverteilung sollte man sich auch vorher Gedanken machen, damit alles schön zusammenpasst.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal von Herzen bei Bea und ihrem Ehemann bedanken, die es erst möglich gemacht haben, diesen Rubik’s cube auf einem feinen Ständer präsentieren zu können .Mit Bea verbindet mich mittlerweile eine sehr nette Internetfreundschaft und es ist immer wieder schön zu wissen, dass es noch mehr „Backverrückte“ da draußen in der Welt gibt 😉 .

Rubik's Cube Würfel zum Vernaschen

Ich wünsche euch herrliche Sommertage und ganz viel Spaß beim Nachbacken!

Herzlichst Eure Maren ♥♥♥

 

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10 Kommentare

  • Antworten
    Sonja
    30. Juni 2019 at 10:39

    Liebe Maren, einfach ein Traum Deine Seite, ich bin jedes Mal auf’s Neue wieder geplättet von der Vielzahl Deiner Kreationen und Ideen. Ich lese viele Blogs, aber Deiner ist einfach unübertroffen 😄!
    Liebe Grüße aus dem heissen Allgäu
    Sonja

    • Antworten
      Maren Lubbe
      10. Juli 2019 at 22:55

      Liebe Sonja,
      Wie freue ich mich über deine lieben Worte!! Ganz, ganz lieben Dank!
      Herzliche Grüße ins schöne Allgäu ❤️
      Maren

  • Antworten
    Marianne
    30. Juni 2019 at 21:59

    Liebste Maren,

    Was für tolles Rezept wieder….Wie viele Tage hast du aber für diese zauberhaften Kuben gebraucht??. Es klingt bei dir immer alles so einfach und schnell, für mich fast immer eine Herausforderung! Da fehlt mir einfach die Übung!
    Die wären aber etwas für mein Geburtstagsfest….Die müssen fantastisch schmecken, nicht wahr?
    Jetzt aber erst viele Grüße aus Rügen, unser kurzer aber viel ersehnten Urlaub…
    Marianne

    • Antworten
      Maren Lubbe
      10. Juli 2019 at 22:58

      Liebe Marianne,
      Das sieht viel aufwendiger aus, als es war. 😄 Die Mousses waren ruck zuck fertig. Das war wirklich nicht schlimm. Die Glasur in den verschiedenen Farben war da schon etwas „tüdelig“.
      Aber man wird ja auch belohnt. Mit dem Geschmack, mit dem Anblick und mit so lieben Kommentaren, wie deinem ❤️.

      Ganz liebe Grüße Maren

  • Antworten
    Gertrud
    1. Juli 2019 at 13:50

    Liebe Maren,
    ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Meinen Respekt und Hochachtung vor dem, was du da wieder gezaubert hast.
    Ich weiß, wieviel Arbeit dahinter steckt. Ich hätte glaube ich nicht die Geduld, diese kleinen Würfel zu glasieren, die
    Glasur wieder aufzufangen, wieder zu erwärmen, zu färben und von vorne zu beginnen. Und auch davor schon, das
    Mousse schön in die Würfel zu bringen, dass auch wirklich alle Ecken und Kanten ausgefüllt sind. Aber es hat sich definitiv
    gelohnt. Es schaut einfach bombastisch aus. Und die Pastellfarben ……………. Einfach ein optischer und kulinarischer
    Traum!!

    • Antworten
      Maren Lubbe
      10. Juli 2019 at 23:02

      Ach liebe Gertrud, so schlimm war das gar nicht. Okay die Glasuren waren schon etwas aufwendiger. 😉 Aber das hättest du locker hingekriegt. Man muss bei den Würfeln wirklich aufpassen, dass die Mousse nicht schon zu dick wird. Dann hat man kein Problem mit Luftlöchern.
      Danke für dein tolles Lob! Es freut mich wirklich sehr!
      Liebste Grüße Maren

  • Antworten
    Karin Zimmermann
    1. Juli 2019 at 14:24

    Liebe Maren,
    ich bin derart hingerissen, soo wunderhübsch. Ich liebe die Patisserie.
    Perfekt schnittfeste Mousse mit genügend Gelatine finde ich persönlich ganz grauslich. Ich bin aber am überlegen, ob hier die Gelatinemenge bei den hochsommerlichen Temperaturen zur Stabilisierung ausreichend ist? Wie ist sie im aufgetauten Zustand nach etwas Zeit am Kaffeetisch? Das wäre toll, wenn du mir eine Rückmeldung geben würdest.
    Liebe Grüße
    Karin

    • Antworten
      Maren Lubbe
      10. Juli 2019 at 23:04

      Liebe Karin,
      Da musst du dir keine Sorgen machen. Ich habe die Würfel bei großer Wärme zubereitet. Das war kein Problem! Die mit dem velvetspray sind etwas stabiler. Vom Mundgefühl finde ich die mit der Mirror glaze besser.

      Liebe Grüße Maren

  • Antworten
    Eva Dragosits
    4. Juli 2019 at 11:08

    Liebe Maren,
    diese Idee scheinst du ja sehr lange im Kopf gehabt und verfolgt zu haben. Ich kenne es, wenn man lange auf der Suche nach bestimmten Zutaten oder Formen ist. Aber dass erst der Tortenständer exklusiv für dich gebaut werden muss, das hebt das auf ein neues Level 🙂 !
    Die Würfel sehen wunderschön aus. Bei dir spürt man, welchen Spaß dir das Backen, das Verzieren, das Ausprobieren verschiedener Kombinationen macht 🙂 !
    Liebe Grüße
    Eva

    • Antworten
      Maren Lubbe
      10. Juli 2019 at 23:07

      Liebe Eva,
      Ja du hast recht, Planung des Rezeptes, Umsetzung und Dekoration sind so wunderbare Akte der Kreativität. Das ist für mich eine große Freude und meine Leidenschaft.
      Der Ständer ist aber nicht extra für mich gebaut worden! Vielmehr hat Bea die Idee gehabt und hat mich angesteckt. 😉

      Liebe Grüße Maren

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