
Wie immer um diese Zeit erkennt man an meinen Torten und Törtchen, dass ich mich nach dem Frühling sehne 💚, denn der Winter ist absolut nicht meins! Ich freue mich schon auf die ersten Schneeglöckchen und Winterlinge, die hier zurzeit noch unter einer Schneedecke verborgen schlafen.
Weidenkätzchen, die ich heute mal in Schokoladenform auf meinen Orangentörtchen dekoriert habe, symbolisieren in der Natur den Übergang vom Winter zum Frühling. Sie sind die ersten Blüten des Jahres, stehen für das Wiedererwachen der Natur und sind tatsächlich das wichtigste, erste Bienenfutter um diese Zeit.

Frühling und Winter in einem Törtchen vereint 💚
Die Weidenkätzchen-Schokoladendeko ist wirklich sehr einfach herzustellen. Das schafft man auch als Anfänger 😅! Ich hatte die Idee irgendwann einmal bei Instagram gesehen und sie mir für diese Jahreszeit gemerkt. Jetzt konnte ich sie endlich ausprobieren 😊! Um den Frühlingslook komplett zu machen, habe ich mich daher auch für die leuchtend grüne Mirror glaze entschieden.
Was die inneren Werte der Törtchen angeht, habe ich mich für Orangen entschieden, die haben immer noch Hochsaison, und mit Ingwer kombiniert unterstützt man noch einmal zusätzlich ihr tolles Aroma, wie ich finde. Sie symbolisieren gewissermaßen den Winteranteil der Törtchen.

Orangentörtchen – „Frühlingshauch“
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Verwendete Formen: Silikomart „Pillow“ *(inkl. eines zweiseitigen Ausstechers), Silikomart „Barren“*
Ergibt 8 Törtchen
Orangen-Ingwer Kompott
- 50 g Orangenfilets
- 60 Apfelwürfelchen – 0,5 cm (ich: Wellant-Fresco)
- 70 g frisch gepresster Orangensaft
- 20 g Zitronensaft
- 20 g Zucker
- Abrieb ½ Bio-Orange
- 1 Teel. fein geriebener Ingwer
- 1 1/4 Blatt (2,2 g) Gelatine
Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Orange filetieren und klein schneiden. Zusammen mit den Apfelwürfelchen, den Säften, dem Ingwer, dem Orangenabrieb und dem Zucker im offenen Topf aufkochen und ca. 5–7 Minuten leise köcheln lassen. Vom Herd nehmen, die gut ausgedrückte Gelatine hinzugeben und das Kompott mit dem Stabmixer durchpürieren – ergibt ca. 200–220 g. Das Kompott in acht Mulden der „Barren“-Silikonform füllen. Nicht zu hoch befüllen, damit die Einlage später nicht zu hoch wird!
– Das restliche Kompott wird für die Orangencreme gebraucht.
Orangen-Ingwer Creme
- 80 g Orangen-Ingwer Kompott (s. o.)
- 40 g Mascarpone
- ½ Teel. geriebener Ingwer
- 1/4 Blatt (0,5 g) Gelatine
Die Gelatine einweichen. Das Kompott zusammen mit der Mascarpone nochmals pürieren. Die Hälfte der Creme zusammen mit dem geriebenen Ingwer erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Mit der restlichen Creme verrühren und weitere acht Mulden der „Barren“-Silikonform befüllen. Die Silikonform einfrieren, bis die Creme und das Kompott fest sind.
Nussbiskuit
- 1 Ei Gr. L
- 30 g geriebene Haselnüsse
- 30 g Zucker
- 1 Eiweiß, Gr. L
- 10 g Zucker
- 20 g Mehl
- 10 g geschmolzene Butter
Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen. Das Ei, die geriebenen Haselnüsse und den Zucker hellschaumig schlagen. Die Rührstäbe säubern und das Eiweiß mit 10 g Zucker zu Eischnee schlagen. Den Eischnee portionsweise sanft unter die Nussmasse ziehen. Das Mehl darüber sieben und zusammen mit der geschmolzenen, leicht abgekühlten Butter unterziehen. Die Masse circa 0,5 cm dick gleichmäßig auf eine Silikonmatte verstreichen und 8–10 Minuten backen. Die Biskuitschicht sollte nicht zu dick sein! Abkühlen lassen und mit der kleineren Seite des Ausstechers der „Pillow“-Silikonform acht Törtchenböden ausstechen.
Orangenmousse
- 60 g Milch
- 50 g flüssige Sahne
- Schale ½ Bio-Orange
- 2 Eigelb
- 40 g Zucker
- 40 g frisch gepresster Orangensaft
- 2 ½ Bl. (4,3 g) Gelatine
- 150 g Schlagsahne
Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Milch und Sahne zusammen mit der dünn geschälten Orangenschale etwas erwärmen. Dann vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen. Währenddessen das Eigelb mit dem Zucker in einer Schüssel verrühren. Die Orangenschale aus der aromatisierten Sahnemilch entfernen und diese zum Kochen bringen. Die heiße Flüssigkeit in die Eimasse rühren und anschließend zurück in den Topf gießen. Auf mittlerer Hitze unter ständigem Rühren auf ca. 83 Grad erhitzen. Vom Herd ziehen, die gut ausgedrückte Gelatine in der Creme auflösen und den Orangensaft unterrühren. Die Creme auf 30 Grad abkühlen lassen. Dann die Sahne halbsteif schlagen und sorgfältig unterziehen.
Aufbau
Die kleinen, gefrorenen Barren aus Orangenkompott und -creme ausformen und mit der jeweils glatten Seite fest zusammenpressen, sodass ein kleiner Quader entsteht.
Die Mulden der „Pillow“-Silikonform etwa zu zwei Drittel mit der Orangenmousse füllen und je einen der gefrorenen Orangeneinlagen in die Mousse drücken. Mit etwas Mousse bedecken und mit einem kleinen Haselnussbiskuitboden abschließen. Die Form über Nacht einfrieren.
Mirror glaze
- 4 Blätter (6,8 g) Gelatine
- 80 g Milch
- 144 g Sahne
- 192 g Zucker
- 52 g Glucosesirup*
- 14 g Maisstärke (Maizena)
- grüne, gelbe und weiße Lebensmittelfarbe1
Die Gelatine einweichen. Milch und Sahne zusammen mit dem Glucosesirup in einen Topf geben. Den Zucker mit der Maisstärke vermischen und ebenfalls unterrühren. An dieser Stelle gebe ich bereits die Lebensmittelfarbe hinzu. (Tipp: Die Farbe kontrolliere ich immer, indem ich die Glasur über einen weißen Gummischaber fließen lasse.) Die Glasur unter Rühren zum Kochen bringen. Einmal kurz aufwallen lassen, vom Herd nehmen und in ein hohes Gefäß gießen. Die gut ausgedrückte Gelatine in der Glasur auflösen und mit dem Stabmixer gut durchpürieren, ohne Luftblasen zu erzeugen. Die Oberfläche der Glasur mit Folie bedecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Pâte sablée Böden
- 100 g Mehl
- 50 g kalte Butter
- 50 g Puderzucker
- 1 Eigelb
- 1 Prise Salz
Mehl und kalte Butterflocken mit einer Teigkarte auf der Arbeitsfläche miteinander vermengen. Dabei die Butter mit der Teigkarte hacken, sodass Streusel entstehen. Puderzucker und Eigelb vermengen und mit dem Salz zu den Streuseln geben. Alles schnell miteinander verkneten. Den Teig 1–2 Stunden kühlen.
Danach 3 mm dick ausrollen und, je nach Wunsch, mit dem mitgelieferten Ausstecher acht kleine oder große Böden ausstechen. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen und die Böden ca. 8 Minuten backen.
Ich verwende dafür gern Airmat-Silikonmatten*, die sich ausgezeichnet für Mürbeteig eignen und ihm ein hübsches Muster verleihen.
Schokoladen-Weidenkätzchen
- 50 g Zartbitterkuvertüre 70%
- 50 g weiße Kuvertüre
- Mycryo Kakaobutter*
Die Kuvertüren jeweils mithilfe der Mycryo-Kakaobutter temperieren. (Natürlich kann auch mit einem anderen Verfahren temperiert werden!) Die Kuvertüre jeweils in einen kleinen Spritzbeutel füllen und mit der Zartbitterkuvertüre kleine Zweige auf Folie dressieren. Sobald diese fest geworden sind, mit der weißen Kuvertüre kleine „Kätzchen“ an die Zweige spritzen. Solange die weiße Kuvertüre noch feucht ist, mit der Mycryo-Kakaobutter oder mit geriebener weißer Schokolade übersieben. Die Weidenkätzchenzweige aus Schokolade an einem kühlen Ort auskristallisieren lassen.
Fertigstellung
Die Mirror glaze im Wasserbad oder der Mikrowelle sanft erwärmen, sodass sie wieder flüssig wird. Die Gießtemperatur liegt um 30 Grad herum. Dies ist ein Richtwert – die Glasur sollte wie Sahne fließen!
Die gefrorenen Törtchen ausformen und auf ein Rost legen, welches über einer Schale steht, die überschüssige Glasur auffängt. Die Törtchen mit der Glasur überziehen. Mit einer Palette und/oder aufgespießt mit einem Schaschlikspieß jeweils auf einen Mürbeteigboden absetzen. Die Törtchen auftauen lassen und mit den Schokoladen-Weidenkätzchen dekorieren.
Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:


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Rita M. sagt
Guten Abend liebe Maren,
diese Törtchen sind bestimmt sehr lecker, ich liebe das Aroma von Ingwer. Und dann kommen sie auch noch in meiner Lieblingsfarbe daher…auch optisch ein Träumchen! Da gibt’s nur eins: nachbacken😋.
Ganz herzliche Grüße
Rita
Maren Lubbe sagt
Das freut mich, liebe Rita! Ich habe erst spät meine Liebe zum Ingwer entdeckt, dafür aber ist sie jetzt umso leidenschaftlicher. Und dieses Grün – es war mir ein Bedürfnis 💚. Ich freue mich schon so sehr auf die erwachende Natur!
Ganz liebe Grüße Maren
Alessandra sagt
Liebe Maren,
wunderbar, Ingwer Yes! Ich liebe Ingwer 🫚 …-und dazu noch Zitrusfrucht 🍊
Mehr geht nicht- einfach wundervoll. Ja, die werden schnell nachgebacken..!
Nach den ganzen Schokokuchen , Lebkuchen und Plätzchen werden wir diese köstlichen fruchtigen Törtchen sehr willkommen heißen. Und für mich wird es ein toller Start in die Mousse-Welt 2026 sein! Ein Start, auf den ich mich jetzt schon sehr sehr freue 😁
Beste Grüße,
Alessandra
Maren Lubbe sagt
Liebe Alessandra,
Genauso geht’s mir auch! Nach der Valentinstorte, die ja schön superfruchtig war, hab ich gleich weitergemacht 😉. Mal sehen was mir als nächstes einfällt.
Schön, dass du dich aufs Nachbacken freust!
Ganz liebe Grüße Maren
Alessandra sagt
….ich freue mich auf deine neuen Ideen! Dir wird bestimmt wieder etwas Tolles einfallen-und ich weiß, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin . Man liest es hier sooooo oft!
Auch die schöne kleine Deko jetzt- so einfach und so genial 🤩 .
Echt toll👍
LG, Alessandra
Eva sagt
Liebe Maren,
die Törtchen sind wunderschön und machen Appetit auf den Frühling. Sie klingen so leicht und fruchtig und einfach wunderbar!
Aufwendig klingen sie auch. So viele Schritte! Ich bewundere deine Geduld und Perfektion!
Liebe Grüße und eine schöne Woche,
Eva
Maren Lubbe sagt
Liebe Eva,
Hihi, und ich fand die Törtchen eigentlich gar nicht so aufwändig 🫢🫢.
Aber danke für deine lieben Worte, ich freue mich sehr darüber ❤️.
Ganz liebe Grüße Maren
Gertrud sagt
Liebe Maren,
rate mal, was ich schon seit längerem für einen Screenshot auf meinem Handy habe :-)?
Genau – diese Weidenkätzchen :-). Ich wollte sie auch probieren, sie sind einfach zu süss.
Nun bist du mir zuvor gekommen und hast diese frühlingshaft anmutenden Törtchen damit verziert. Ja, auch ich sehne mich so sehr nach Frühling. Wir sind den Winter ja gewohnt, aber heuer kommt er mir schon länger vor denn je.
Ich bewundere wieder einmal deine Kreativität. Deine Ideen für Rezepte gehen dir nie aus. Dir fällt immer wieder Neues ein – das ist einfach sensationell liebe Maren.
Liebe Grüße aus dem diese Woche wieder winterlichen Österreich.
Gertrud
Maren Lubbe sagt
Liebe Gertrud,
Oh wir beiden sind doch wirklich durch ein Gedankenband verbunden! Wie oft geht es uns wechselseitig so? Fast jedes Mal, oder? 😅 Ich finde das aber sehr schön ❤️ und du solltest dich nicht davon abhalten lassen, die Weidenkätzchen ebenfalls zuzubereiten.
Hier schneit es immerzu! Zwar keine Riesenschneemengen, aber stets und fast jeden Tag. Wir hier in Norddeutschland hatten uns den Schnee in den letzten Jahren schon abgewöhnt 😄. Nun gut, es ist Winter und das gehört nun mal dazu … jetzt kann’s aber auch mal langsam Frühling werden!!
Liebste Grüße Maren.
Hans-Peter sagt
Hallo Maren
Ich habe eine „logistische“ Frage zu deinem tollen Rezept: Kann ich den Nussbiskuit und die Orangemousse bereits 2 Tage vor dem „Zusammenbau“ herstellen? Wenn ja, wie lagere ich die ausgestochenen Törtchenböden am Besten?
Maren Lubbe sagt
Hallo Hans Peter, den Nussbiskuit kannst du problemlos vorher backen. Ich würde die ausgestochenen Böden gut in Frischhaltefolie wickeln und bei Raumtemperatur lagern. Die Orangenmousse kannst du leider nicht vorher zubereiten, da ja die Gelatine anziehen würde.
Wie wär’s, wenn du die Törtchen komplett fertigstellst und sie einfach ein paar Tage einfrierst?
Liebe Grüße Maren
Hans-Peter sagt
Hallo Maren
Vielen Dank für die rasche Rückmeldung. Ich muss jetzt mal schauen, wie ich das zeitlich auf die Reihe bekomme (-; Mein Zeitplan war eigentlich perfekt, aber jetzt kommt da noch was dazwischen! Einfrieren ist aber doch schon mal eine gute Idee. Vielen Dank und nochmals Gratulation zu den immer wieder tollen Rezepten!
Schöne Grüsse aus der Schweiz
Hans-Peter
Maren Lubbe sagt
Sehr gerne! 🤗
Hans-Peter sagt
Hallo Maren
Ich habe heute deine Törtchen nachgebacken. Für die Mirror Glaze habe ich versuchsweise ein anderes Rezept genommen: 5 Blatt Gelatine, 120 Zucker, 120 Glukose, 60 Wasser, 80 Kondensmilch und 150 weisse Kuvertüre. Das Ganze wurde jedoch sehr zäh und klebrig. Vor dem Giessen habe ich auf Grund der Konsistenz dann die Temperatur auf ca. 38 Grad erhöht. Hat nicht viel geändert, die Masse blieb dickflüssig und floss sehr zäh über die Törtchen. Kannst du mir sagen, was da nicht stimmt? Vielen Dank im Voraus!
Schöne Grüsse
Hans-Peter
Maren Lubbe sagt
Lieber Hans Peter,
Ich würde sagen: zu viel weiße Kuvertüre und zu viel Gelatine. Ich habe auch noch ein sehr ähnliches Rezept mit diesen Zutaten. Schau mal hier z. B. https://marenlubbe.de/downloads-tipps/ Diese Glasur habe ich früher immer gemacht.
Gibt es einen besonderen Grund, warum Du diese Glasur ausgewählt hast?
Liebe Grüße Maren
Hans-Peter sagt
Hallo Maren
Ich bin da vielleicht auf dem Holzweg (-; Die ersten Mirror Glaze die ich gemacht habe waren immer mit Kuvertüre und Kondensmilch. Ich war also der Meinung, dass diese Zutaten immer dabei sein sollten um eine gute Qualität zu bekommen. Die perfekte Mirror Glaze ist mir bis jetzt noch nie so richtig gelungen. Deshalb dieses Mal ein erneuter Versuch. In Videos etc. sieht das alles immer so schön geschmeidig und fliessend aus.
Schöne Grüsse
Hans-Peter
Maren Lubbe sagt
Ich denke nicht, dass du auf dem Holzweg bist! Ich habe früher gern die Mirror glaze mit Kondensmilch und Kuvertüre gemacht. Ich finde sie auch immer noch gut,habe mich aber in letzter Zeit für die andere entschieden, weil ich den Geschmack neutraler finde. Ist halt Geschmacksache. Und die Textur sollte immer wie Sahne fließen. Mit etwas Übung und dem richtigen Rezept wird es sicher klappen!
Liebe Grüße Maren
Hans-Peter sagt
Hallo Maren
Besten Dank für die Tipps. Dein Link ist auch noch sehr hilf- und lehrreich. Da ist alles kompakt beisammen und sehr gut erklärt. Das werde ich auf alle Fälle näher anschauen und zu Hilfe nehmen! Der Rest der Törtchen ist mir sehr gut gelungen. Am Nachmittag werden diese dann verköstigt!
Viele Grüsse
Hans-Peter